Als Maya uns im November 2021 als Abgabe aus einer deutschen "Zucht" gemeldet wurde, wussten wir nicht welches traurige Geheimnis sie in sich trägt. Bei der Übernahme wurde aber schnell klar, dass sie nicht nur als Zuchthündin ausgebeutet, sondern auch medizinisch nicht ausreichend versorgt wurde.
Unter dem rechten Augenlid zeigte sich eine extrem große Beule, so dass sie mit dem Auge gar nicht sehen konnte.
Ansonsten war sie aber eine ganz sanfte Hündin, die sich von den fremden Händen ohne Scheu anfassen ließ.
Glücklich im Pflegekörbchen angekommen, begann ein Tierarzt-marathon und viele Untersuchungen, da nicht klar war, um was es sich bei dieser Umfangsvermehrung handelt. Ein Abszess, ein Tumor, vielleicht schon mit dem Knochen verwachsen? Kann das operiert werden und wenn ja, mit welchem Ergebnis?
Als dann grünes Licht von den Ärzten kam, dass es operiert werden kann, waren wir alle glücklich. Und Maya? Sie war eine fröhliche Hundedame, die alles über sich ergehen ließ.
Doch dann kam das erschütternde Ergebnis: "Es handelt sich um einen bösartigen, vom lokalen Bindegewebe ausgehenden Tumor, der sowohl rezidivieren als auch metastasieren kann. Fibrosarkome neigen sehr zur Invasion der Nachbarschaft, die Metastasierungsgefahr ist aber gering.“
Nach der intensiven Zeit mit Maya, war es dann auch keine Überraschung, als die Pflegefamilie sagte, dass sie Maya nicht mehr gehen lassen und sie für immer bleiben darf.
Und obwohl wir dieser tollen Hündin noch ein langes und glückliches Leben in ihrer Familie gewünscht hätten, kam im Oktober 2022 die erneute schlechte Nachricht: „Maya hat erneut wachsende Fibrosarkome am Auge und diesmal auch auf dem Rücken. Man kann ihnen buchstäblich beim Wachsen zuschauen.“
Gegen eine Operation und weitere Behandlungen, wie Chemo-therapie, etc. hat sich die Familie entschieden, denn der Tumor hatte bereits weit im Körper gestreut und es gab keine Chance auf Heilung oder Verbesserung ihres Zustandes. Statt weiterer Einschränkungen im Rahmen möglicher Behandlungen, sollte sie Hund sein dürfen und mit viel Liebe die Zeit, die ihr noch blieb, genießen können.
Ende Januar 2023, kurz vor ihrem 6. Geburtstag war es dann so weit und Maya hat ihre letzte Reise über die Regenbogenbrücke angetreten.